Unsere Geschichte
Bei uns wird jeder Strauß von Hand gebunden.
Kleines Setup in Halle, große Liebe zu Blumen — und ein paar feste Überzeugungen, wie das Handwerk laufen sollte.
Wie wir einkaufen
Frisch entscheidet sich vor sechs Uhr morgens.
Ein guter Strauß steht und fällt mit dem Einkauf. Wer abends eine welke Tulpe bekommt, hatte morgens keine frische in der Hand — so einfach ist das.
Deshalb fahren wir selbst zum Großmarkt, picken jede Sorte einzeln aus und schicken nichts zurück, was wir nicht selbst gesehen haben. Das ist mehr Aufwand, lohnt sich aber jedes Mal, wenn ein Strauß bei dir nach zehn Tagen immer noch steht.
Was wir nicht im Großmarkt holen, kommt von regionalen Gärtnereien — drei Viertel der Blumen wachsen im 80-km-Radius um Halle. Kurze Wege heißen frischere Blumen und weniger Verpackung, die im Müll landet.
Morgens 6 Uhr auf dem Großmarkt
Ula fährt selbst — kein Großhändler-Katalog, kein Bestellzettel per Fax. Sie sucht jede Sorte einzeln aus und sieht sofort, was heute frisch ist und was nicht.
Lieber regional als billig
Sachsen-Anhalter Gärtner bevorzugt. Kurze Wege heißen frischere Blumen, weniger Verpackungs-Müll und kein Schnittblumen-Flug aus Kenia. Manchmal kostet das ein paar Cent mehr — das ist es uns wert.
Was nicht passt, kommt nicht in den Strauß
Welke Blätter, krumme Stiele, blasse Farbe — die bleiben hier. Lieber ein Strauß mit drei Blumen weniger als einer, an dem du dich am dritten Tag ärgerst.
Ein Tag bei uns
Tages-Routine.
7:00
Frische Lieferung
Eimer raus, Wasser frisch, jede Sorte wird neu angeschnitten. Klingt nach Routine — ist der wichtigste Schritt, damit die Blumen lange halten.
9:00
Tag startet
Kaffeetasse in einer Hand, Schere in der anderen. Erste Bestellungen aus der Nacht durchgehen, frische Sträuße für den Tag planen.
Mittags
Konzentrierte Arbeit
Brautsträuße und besondere Anlässe sind Konzentrations-Arbeit — Ula nimmt sich für jede dieser Bestellungen Zeit, ohne Telefon-Lärm im Hintergrund.
Nachmittags
Liefer-Tour durch Halle
Kränze und Gestecke werden für den nächsten Tag vorbereitet. Parallel läuft die Liefer-Tour durch Halle — bis 15 Uhr bestellt, heute noch beim Empfänger.
18:00
Aufräumen + Planung für morgen
Eimer ausspülen, Bestell-Liste für den Großmarkt schreiben. Wer früh frisch sein will, muss abends fertig werden.
Saison-Zyklus
Was bei uns wann blüht.
Wir gehen mit dem Jahr — und freuen uns auf jede Sorte, wenn sie wieder dran ist.
März – Mai
Frühling
Im März kommen die ersten Tulpen rein. Wir warten das ganze Jahr darauf — nichts wirkt so frühlingshaft wie ein voller Tulpen-Tisch.
- Tulpen
- Narzissen
- Ranunkeln
- Flieder
Juni – August
Sommer
Sommer ist Wiese pur. Wir binden locker, mit viel Grün und Beiwerk — Sträuße, die aussehen als hätten wir sie gerade vom Feld geholt.
- Pfingstrosen
- Sonnenblumen
- Dahlien
- Kornblumen
September – November
Herbst
Erdige Farben, kräftige Stiele, dichtes Laub. Im Oktober wechselt die Stimmung — wir zünden Kerzen früher an und die Sträuße werden wärmer.
- Astern
- Hortensien
- Beerenzweige
- Eukalyptus
Dezember – Februar
Winter
Adventskränze, Tannengrün, dann ab Februar die ersten Frühblüher. Wir lieben die Stille im Januar — und freuen uns auf den ersten Tulpen-Karton.
- Tannengrün
- Amaryllis
- Christrosen
- Mimosen
Was uns wichtig ist
Drei Dinge, die wir nicht verhandeln.
Handwerk
Kein Strauß geht raus, den wir nicht stolz herzeigen würden. Wir binden lieber langsamer als unsauber.
Regional
Drei Viertel unserer Blumen kommen aus 80 km Radius. Kürzere Wege, frischere Sträuße, weniger Verpackungs-Müll.
Persönlich
Wir kennen unsere Stammkunden mit Namen. Lieblings-Farbe, Hochzeitstag, Geburtstag der Schwiegermutter — das merken wir uns.
Aus unserer Arbeit
Eindrücke vom Binden.
Komm vorbei
Komm vorbei und schau dir's an.
Pusteblume Halle. Wenn du neugierig bist, wie wir arbeiten — schreib uns oder ruf an, wir antworten persönlich.
Lutherplatz 4, 06110 Halle (Saale)Mo – Fr 9 – 18 Uhr · Sa 9 – 13 Uhr