Trockenblumen haben in den letzten Jahren einen Boom erlebt, und das mit Recht. Sie passen zu fast jedem Wohnstil, brauchen weder Wasser noch Sonnenlicht, und sehen Monate später noch fast genauso aus wie am Kauftag. Aber ein paar Dinge solltest du wissen, sonst zerbröselt das schöne Pampasgras nach vier Wochen.

Erstens: kein direktes Sonnenlicht. UV-Strahlung bleicht die Farben aus. Ein bunter Trockenstrauß wird in einem Südfenster nach zwei Monaten zu einem beigen Strauß. Stell ihn lieber an einen Platz mit indirektem Licht.

Zweitens: keine Feuchtigkeit. Nicht ins Badezimmer, nicht in die Küche direkt überm Wasserhahn. Trockenblumen ziehen Feuchtigkeit, werden weich und fangen im schlimmsten Fall an zu schimmeln. Wohnzimmer, Schlafzimmer, Flur. Alles gut.

Drittens: nicht abstauben mit dem Tuch. Föhn auf kalter, niedrigster Stufe, aus einem halben Meter Abstand. Damit pustet du den Staub raus, ohne dass dir die Blütenblätter wegfallen.

Was hält am längsten? Pampasgras (Jahre), Eukalyptus (über ein Jahr), getrocknete Hortensien (locker zwei Jahre), Strohblumen (Klassiker, fast unsterblich), Lavendel (duftet sogar noch). Was bricht schneller? Statice, manche getrockneten Rosen, Mohnkapseln.

Und ein letzter Hinweis: einen Trockenstrauß darfst du auch ohne schlechtes Gewissen umsortieren. Er ist kein Kunstwerk, das man nicht anfassen darf. Pflück was raus, füg was dazu, kombinier mit frischen Eukalyptus-Zweigen. Das wirkt richtig schön.